SSR (Server-Side Rendering) ist eine Rendering-Strategie, bei der HTML auf dem Server für jede eingehende Anfrage generiert wird, wodurch eine vollständig ausgeformte Seite an den Browser geliefert wird, anstatt sich auf clientseitiges JavaScript zu verlassen, um Inhalte darzustellen.
SSR steht im Gegensatz zu CSR (Client-Side Rendering) und SSG (Static Site Generation). Die Abwägungen:
- Vorteile von SSR: Frische pro Anfrage, serverseitige Authentifizierung, vollständiges HTML beim ersten Byte (essenziell für SEO).
- Nachteile von SSR: Jede Anfrage trifft den Server; die Latenz hängt von der Serverlast und dem Ursprungsstandort ab.
Für den E-Commerce ist SSR für SEO-Oberflächen zwingend erforderlich — Suchmaschinen-Crawler führen JavaScript nicht zuverlässig aus, sodass clientseitig gerenderte Seiten häufig leer für Googlebot angezeigt werden. Modernes SSR wird normalerweise mit Caching (CDN-Edge-Cache, ISR-Stil-Revalidierung, Cache Components) kombiniert, um zu begrenzen, wie oft der Ursprungsserver tatsächlich rendert.
In Next.js 16 hat sich die Grenze zwischen SSR, ISR, SSG und PPR verwischt. Das cacheComponents + PPR-Modell ermöglicht es Entwicklern, zu beschreiben, was auf Komponentenebene zwischengespeichert und was dynamisch sein sollte, anstatt auf Seitenebene, wodurch die meisten der historischen Strategieentscheidungen entfallen.